Geschichte
Im Jahr 1800 wird eine Kapelle gebaut, die Maria, Hilfe der Christen geweiht ist. Dies geschieht durch einen Anbau an die Kirche, die dem Heiligen Vitus geweiht ist.
Die Entstehung des Heiligtums in Brezje ist auf das Gelübde eines Soldaten aus der Kriegszeit Napoleons zurückzuführen. Sollte dieser Soldat gesund und wohlbehalten nach Hause zurückkehren, dann würde er eine Abbildung der Jungfrau Maria anfertigen. Dies ist der Grund, warum das Heiligtum der Maria, Hilfe der Christen, gewidmet ist. In der Lauretanischen Litanei ist auch “Hilf der Christen” enthalten. Der Soldat ist ein Mann der Ehre und im Jahr 1814 erfüllt er sein Gelübde.
Im Jahr 1814 wird die Kapelle von Leopold Layer aus Kranj bemalt und er fertigt auch die Marienstatue an, die einen besonderen Platz in der Kirche erhält. Das Gemälde wurde nach einem Thema aus Innsbrück in Österreich erstellt. Leopold Layer fertigt das Gemälde von Maria als Dank für seine Rettung aus der Gefangenschaft während des Krieges mit den französischen Besatzern an. Als er 1814 mit dem Kunstwerk beginnt, haben die französischen Militärs das slowenische Territorium verlassen.

Im 19. Jahrhundert geschehen in Brezje Wunder und dadurch werden die Kirche und die Kapelle sehr bekannt. Die Folge davon ist, dass die Zahl der Pilger deutlich zunimmt. Die Kirche ist zu klein, um den großen Strom von Pilgern zu empfangen. Deswegen wird 1889 beschlossen, die bestehende Kirche durch ein neues Gotteshaus zu ersetzen. Der Plan für die Gestaltung der neuen, großen Kirche stammt von Robert Mikovitz aus dem österreichischen Graz. Darin erhält das wundertätige Bild der Maria wieder einen auffälligen Platz in der separaten Kapelle, welche unverändert bleibt, denn nur die Kirche wird erneuert. Das Innere der Kirche wird im Renaissancestil gestaltet. Der Altar wird von Janez Vurnik geschaffen. Der Bau der Kirche dauert 10 Jahre und geschieht unter der Aufsicht des Architekten Francisek Faleschin aus Ljubljana. Die Kirche ist 39 Meter lang, 19 Meter breit und 17 Meter hoch. Die Weihe der Kirche ist am 7. Oktober 1900.
Im Jahr 1897 wird das Franziskanerkloster, das sich neben der Kirche befindet, erbaut. Das benötigte Geld kommt über eine testamentarische Verfügung nach Brezje. Die Einweihung ist im Jahr 1898. Im Jahr 1900 wird die heutige Kirche von Jakob Missia, dem ersten slowenischen Kardinal, geweiht. Im Jahr 1907 wird das Bildnis von Maria mit dem Jesuskind gekrönt. Die beiden goldenen Kronen mit Edelsteinen werden vom Goldschmied Ivan Kregar gefertigt.
1937 wird der Park vor der Kirche angelegt.

Im Jahr 1941 werden die Franziskaner von der Gestapo aus Brezje vertrieben. In den unruhigen Jahren des Zweiten Weltkriegs wurde das Marienbild in Sicherheit gebracht. Eine Kopie des Originalbildes wurde vom Kunstmaler Riko Debenjak angefertigt und hing in der Kirche. Dadurch konnte das Originalbild untertauchen. In der Zeit von 1941 bis 1947 befand sich die Marienstatue in Kroatien, nämlich in Trsat. Dies ist ein besonderer Ort, da das Heilige Haus, das sich heute im italienischen Loreto befindet, ebenfalls vorübergehend in Trsat gewesen sein soll. Nach Trsat befand sich das Bild auch im Dom zu Ljubljana und überstand den Krieg unbeschädigt.
Im ersten Jahr der Unabhängigkeit hat sich das slowenische Volk der Mutter Gottes gewidmet. Dies geschah am 15. August 1992.

Papst Johannes Paul II. verlieh der Kirche 1988 den Ehrentitel einer Basilika. Im Jahr 1996 besuchte dieser Papst Brezje.
Die Slowenische Bischofskonferenz erklärt im Jahr 2000 die Maria-Hilf-der-Christen-Basilika zum nationalen Marienheiligtum.
Seit 2001 gibt es ein Krippenmuseum in Brezje. Dieses befindet sich hinter der Basilika. Der Ausstellungsraum wurde 2015 renoviert.
Am 24. Mai wird das Fest des Wallfahrtsortes gefeiert.
Wallfahrtsort
Im Zentrum des Heiligtums steht die Basilika mit dem gekrönten Marienbild. Neben der Basilika befindet sich das Franziskanerkloster. In den Galerien dieses Klosters ist der Leidensweg Christi dargestellt. Die Werke sind von dem russischen Maler Nikolai Maschukow.
Die Kapelle in der Basilika ist für die Pilger am wichtigsten. Neben dem Marienbild stehen die Abbilder ihrer Eltern, der Heiligen Anna und des Heiligen Joachim. Neben den Eltern von Maria befinden sich der Heilige Valentin und der Heilige Rochus. Im Jahr 1954 wurde die Kapelle vollständig umgestaltet. Teile des alten Marienaltars kamen in die Klosterkapelle. Durch den Abriss der Kapellendecke wurden Gemälde von Layer beschädigt und gingen verloren. Die Renovierung führte zu einem neuen Marienaltar.
Auch der Altar der Basilika ist von großer Schönheit. An der linken Seite des Altars steht der Heilige Franziskus und an der rechten Seite die Heilige Klara von Assisi. Der Seitenaltar ist dem Heiligen Antonius von Padua geweiht.
Hinter der Basilika ist das Krippenmuseum mit vielen Weihnachtskrippen. Die besonderen, ausgestellten Weihnachtskrippen genießen viel Besuch.

Vor der Basilika liegt ein großer Platz, der mit Bäumen bereichert ist. An diesem Freiraum befindet sich das Pilgerbüro. Hier sind Informationen über die Heiligsprechung zu erhalten und auch Devotionalien zu kaufen. Daneben befindet sich die Pilgergalerie, wo Ausstellungen organisiert werden. Anschließend kommen die Pilger zum Kaffeehaus und dort ist auch die Erste-Hilfe-Stelle untergebracht. Dieses Haus trägt den Namen Johannes der Täufer.

In Verlängerung der Basilika und des Platzes liegt der Friedenspark. In der grünen Oase des Parks stehen eine Statue der Heiligen Familie und ein hohes Kreuz. Von dort hat man einen großartigen Blick auf die Julischen Alpen mit dem höchsten slowenischen Berg, dem Triglav. Rechts davon liegt das Karawanken-Gebirge.
In het bedevaartseizoen is er op zaterdag, na de eucharistieviering, een kaarsenprocessie. In de vieringen te Brezje staan gebed, geloof en hoop centraal.
Das Heiligtum Brezje ist das Marienwallfahrtsort in Slowenien und empfängt im Durchschnitt 400.000 Pilger pro Jahr.
ERHÄLTLICHKEIT
Brezje liegt im Norden von Slowenien, nicht weit von der Grenze zu Österreich. Vom österreichischen Villach aus folgen Sie der A11, durchqueren den Karawankentunnel und fahren Sie auf der A2/E61 weiter in Richtung Ljubljana. Nach Bled und Radovljica gibt es die Ausfahrt Brezje.
Adresse: Basilika Maria Hilf, Brezje 72, SI – 4243 Brezje.
Informationen sind auf den Websites www.marija.si und www.pilgrim-info.com/national-shrine-mary-help-christians-brezje/ erhältlich.

ERLEBNIS
Nach einer Tour durch Belgien, Deutschland und Österreich komme ich nach Slowenien. An der slowenischen Grenze ist es nicht mehr weit, um nach Brezje zu gelangen.
Bei Ankunft besuche ich die Basilika und gehe zur Abbildung der Maria, um Ihr für die sichere Reise zu diesem Heiligtum zu danken. Nach einigen Gebeten zur Mutter Gottes gehe ich weiter in das rechte Querschiff.

In den Rundgang entlang und hinter dem Altar sind sehr viele Dankbekundungen an Maria zu sehen. Die Volkskunst zeigt sich von ihrer besten Seite. Was für eine beeindruckende Menge an Gemälden, Bildern, Fotos und Texten ist hier vom Boden bis hoch zur Decke ausgestellt.

Nun darf ich die gesamte Basilika bewundern. Wie schön es hier mit Statuen, Gemälden und Fresken ist. Wenn ich die Basilika gesehen habe, nehme ich auf der hintersten Bank Platz. Ich lasse die Wunderschönheit dieser Basilika auf mich wirken und bete dann zu Maria.

Nach dem Besuch der Basilika besuche ich das Museum mit den vielen, besonderen Krippen, die Galerie des Klosters und den Friedenspark. Danach gehe ich zum Pilgerladen, um einige Andenken aus dieser Marien-Hauptstadt Sloweniens zu kaufen.

Gepostet: 17. April 2020.
Aktualisiert: 2. Mai 2020.
