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Maria in der Kunst

Unzählige Künstler haben bereits seit vielen Jahrhunderten die Darstellung von Maria und Szenen aus ihrem Leben zum Thema ihrer Werke gewählt. Die Anzahl der Szenen ist so zahlreich und geht über ihre Geburt, Jugend, Schwangerschaft, Mutterschaft, Sterben, Himmelfahrt und Krönung hinaus. Weltweit in tausenden Kirchen und Museen sind Bilder von unserer lieben Frau zu bewundern. Daneben ist sie allgegenwärtig auf vielen Plätzen, Hügeln und in Wohnzimmern. Ist das kein Wunder?

Maria ist die am häufigsten gewählte Frau, die dargestellt wird. Sie ist auf Leinwand, Wand, Decke, Tafel, als Zeichnung oder Gemälde abgebildet. Auch ist sie unzählige Male als Skulptur geformt worden. Beim Betrachten von Gemälden, Fresken, Bleiglasfenstern, Ikonen, Statuen und Kreuzwegstationen mit Maria wird die Aufmerksamkeit des Betrachters gefesselt. Dies gilt auch für Äußerungen über Maria durch Gefühl in Musik, Gedichten, Geschichten und Aussagen. Immer handelt es sich um einen gut gemeinten Ansatz von äußerster Schönheit, denn Vorstellungskraft sagt viel im Denken und dann als Ausdruck. Virtuose Künstler üben das Spiel von Licht, Schatten und Dunkelheit aus. Sie wählen Farben, bestimmen Positionen, stellen Freude dar, betonen Leid und lassen Gesichter sprechen. So auch bei Dichtern, Schriftstellern und Komponisten, die Gefühl in Worte, Wendungen, Klänge und Töne legen. Der Künstler versucht, Magie darzustellen und Staunen zu vermitteln. Dann verschmelzen durch eine Vielfalt von Kompositionen Kunst und Glaube und Vollkommenheit soll angenähert werden.

Für manchen Kunstmaler, Bildhauer, Zeichner, Dichter, Schriftsteller oder Komponist ist Maria darzustellen eine Form des Gebets, um glaubende Schöpfung zu vermitteln. Die Idealisierung durch den Künstler erreicht große Höhe und Empfindsamkeit will das Herz berühren. Auf den Darstellungen und Vorstellungen von Maria gibt es keine Grenze und ist voller Begeisterung. Kunstäußerungen kennzeichnen Maria, aber niemand ist im Ganzen Meister, ihre Schönheit darzustellen. Das Genie besitzt Talent, das Grenzen kennt, um die reine Schönheit Marias abzubilden. So bleibt jede kreative Äußerung unvollendet.

Jedes Bild, Gemälde, jeder Text und jedes Musikstück über Maria spricht eine Sprache, die für viele verständlich ist. Dies gilt auch für diejenigen, die die Bedeutung der Muttergottes nicht kennen oder nicht verstehen. Maria in der Kunst gibt Botschaften wieder und lässt sie kennen und verstehen lernen. So hat religiöse Kunst Bedeutung für die Verständlichkeit der Sprache des Glaubens an Maria. Dies kann bereits in der örtlichen Kirche geschehen, wo Besucher bei Darstellungen der Jungfrau Maria etwas länger verweilen können oder indem sie einem Marienlied zuhören, das ein Kirchenchor vorträgt.

Bereits im 4. Jahrhundert wird Maria in der Kunst dargestellt, und zwar als Kaiserin von Byzanz. Die Entwicklung der Kunstvorstellungen geht weiter und hat nie aufgehört. So reicht die Vorstellung bis in die Ewigkeit.

Selten vorkommende Darstellungen von Maria beziehen sich auf die Schwangerschaft. Maria voller Vorfreude ist ein seltenes ikonographisches Thema in der Kunst. Selten wird Maria mit einem runden Bauch bei der Heimsuchung dargestellt, wenn sie ihre Nichte Elisabeth besucht. Dies gilt auch, wenn Maria auf dem Esel sitzt und nach einer Unterkunft in einer Herberge sucht, um zu entbinden. Ebenso gibt es wenige Kunstwerke von Maria, die ihren Sohn stillt.

Seitenansicht einer Statue einer schwangeren Maria
Vorderansicht einer Darstellung einer erwartungsvollen Maria

Ein Bild der schwangeren Maria kommt also nicht oft vor. Folglich gibt es auch nicht viele Darstellungen der Jungfrau Maria in freudiger Erwartung. Im Wallfahrtsort Lourdes gibt es ein Kunstatelier, wo kleine Statuen von Maria mit einem runden Bauch verkauft werden. Im “Atelier d’Art, artisanale des Monastères de Bethléem” (Kunsthandwerksatelier aus den Klöstern von Bethlehem), gelegen am Boulevard de la Grotte 87, steht eine kleine Statue der erwartungsvollen Maria.

Erste Veröffentlichungsdatum: 11. Juli 2023
Datum der letzten Änderung: 6. April 2024
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